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Besuch im Zollverein am 24.8.2010
Ziel: die Zeche Zollverein. Diese war - weiß Gott - nicht klein, Weltkulturerbe – wie fein!
der Zeche gab den Namen her. Man buddelte ein tiefes Loch zu fördern Kohle noch und noch.
´ne große Produktionsstruktur. Die Arbeiter waren Nebensachen, sie hatten auch nicht viel zu lachen.
Kapitalisten sind halt fies. Die Kumpels mussten, keine Frage den Tag verbringen unter Tage.
die Stilllegung, die Kumpels bangten, beim Arbeitsamt gab´s Konjunktur, was machen wir mit den Leuten nur?
die Kohleförderung ist zwar aus, doch in den ganzen Schrottverein, da packen wir Events hinein.
das ist für alle ideal: die Einen machen Ticketing, verkaufen Burger von dem King,
besuchen sie mit Weib und Kind. So sind die Leut , wo sie stets waren, seit 152 Jahren,
verdienen die Kohlen auf den Zechen die sie dann brauchen um zu blechen für Haus und Kind und Brot und Bier, für Hund und Katz und Taubentier.
die Wahl zur Hauptstadt der Kultur. Ruhr 2010 zieht viele an, den Haus- und auch den Lebemann.
so viel zu tun gab es noch nie. Kein Stein der nicht fotografiert, die Wände, alle plakatiert.
Die alten Wege, naturiert. Wo früher war die Lorentrasse führt heute eine Fahrradstraße. .-. Beim Heimfahren musst ich dann denken, ich könnté mir das locker schenken. So viel gesehen, nichts erfahren, wie´s wirklich war vor 100 Jahren.
05.09.2010
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