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Helmut zum 65sten

Vor gut 65 Jahren,

bist du aus dem Leib gefahren

deiner Mutter, die dich barg

9 Monde – es war sicher arg.

 

Die Zeiten waren notgedrungen

nicht so, wie Führer einst gesungen.

Nicht so, ein Baby zu bekommen,

jedoch – du kamst – hast wahrgenommen


dein Recht auf Menschsein, Recht auf Leben,

das allen Menschen ist gegeben,

das vielen Menschen wird genommen,

von wenigen, die sehr verkommen.


Und alles ging dann seinen Lauf.

Sein Schicksal, das hält niemand auf.

So lerntest du die Bankwelt kennen,

heute fast peinlich zu benennen.


Und weil du wohl recht früh erkanntest

das du hast wenig Artverwandtes

mit Ackermann und Co. , KG,

verfieltest du dem alten Dreh,


die Bildungsquali upzudaten,

deine Performance hochzuraten

und dann dem Sein ein Schnippchen schlagen

vom Überbau die Volten schlagen.


Jedoch – die Volten war´n recht heftig,

die Reaktion entsprechend deftig:

Berufsverbot für freie Geister,

halt öffentlicher Scheibenkleister.


Privat jedoch, sehr von Belang.

Berufsentscheidend – lebenslang.

Nicht mindernd deinen Schaffensdrang.

Das Gute: völlig ohne Zwang:


Du warst in keiner Hierarchie,

brauchtest dich beugen andern nie.

Das Schwierige: Wer zahlt die Kohle?

Man will doch keine Stütze hole!


Zu Hilfe kam dir dein Talent,

das jeder hier im Raume kennt:

Kontakte knüpfen, Freunde finden,

neudeutsch: Bonding – sie einbinden

in Dinge, die dir waren wichtig.

Und sicher waren sie auch richtig.


Wenngleich in dieser Republik,

das Richtige nicht immer chic!

Die Botschaft, wenn unpopulär,

ist zu verkaufen nun mal schwer.

(Doch wenn man produziert ´nen Seller,

dann geht es mit dem Reichtum schneller.)


Trotzdem – dein Weg war der Verlag.

Und dieses bis zum jüngsten Tag.

Hast dich gezeigt als Herzenstäter.

Willst zeigen Sünden unserer Väter,


vertrittst dabei die Alff´schen Thesen

vom unheilvollen deutschen Wesen

seit Bismarck, das uns schließlich bracht´

Faschisten zu Regierungsmacht.


Auch für Armenien tust du streiten.

friedensbewegt seit frühen Zeiten,

Bremensiensis, Belletristique,

Kunst, Lyrik, Frauen, einfach chique!


Auch Fachbuch, selbst Menora-Leuchter

sind im Programm, manchmal es deucht´mer,

dass du – universalgelehrt,

fast alles kannst, das wird geehrt.


Die Titelzahl, mehr als 300,

wir haben dich dafür bewundert.

Die deutsche Historiografie

verzeiht dir dieses Ouevre nie!


Du bist mit Recht nun vielbepreist,

und mit Autoren weitgereist.

Hast auch 2 Kinder großgezogen,

ich denke, sie sind dir gewogen


und wissen, dass ihr Herr Papa,

war immer gerne für sie da.

So werden sie dein „Altertum“

begleiten, sichern deinen Ruhm.


Dein „Altertum“ es möge dir

noch bringen zeitgemäß Pläsir,

verschwinden sollen dumme Sorgen,

für Dich ein gutes, gutes Morgen.


 

15.4.2012