Klaus R. zum 75sten.


 

Auch wenn man schon in späten Jahren -

es kann einem doch widerfahren,

dass man ganz plötzlich, unerwartet

auf einen trifft, der gleich geartet

und freundliche Gefühle weckt.


 

Man trifft sich gern und plaudert dann

von Dingen, die man macht und kann.

Von Dingen, die in Planung sind,

von dies und das, von Frau und Kind,

und zeigt, was in einem so steckt.


 

Und dann kommt auch Interesse auf,

was hatte dieser für ´nen Lauf

in seinem Leben, wann und wo

war er präsent und war er froh? -

So schaute ich bei Google rein.


 

Und wurde fündig, viele Seiten

zeigen den Weg, er tat beschreiten. -

Nun - er ist Jahrgang 38

und war als Schüler sicher fleißig,

auch wenn die Zeiten nicht so fein.


 

Er konnte aufs Gymnasium gehen,

das Goethe hatte oben stehn,

und anno 57 steht geschrieben,

konnt er das Abi endlich kriegen.

So meldet Stayfriends schwarz auf weiß.


 

Und wieder ein paar Jahre später, (1990-1992)

ist Klaus im Wendland, Stellvertreter

im alten Altertumsverein.

Ich frag mich, wie kommt man da rein?

Die Antwort – Altes macht ihn heiß.


 

2006, sein „coming out“,

er konnte zeigen klar und laut

dass Nadeln nicht zum Schreiben da,

stattdessen steckten sie ím Haar.

Aschaffenburger Frauen,


 

und als er dann im Kaiserjahr

2009 der Führer war

im Königslutter – Dom,

da ahnten es die Kenner schon,

auf den können wir bauen.


 

Des Mediävisten jüngster Tat

auf dem geliebten Regio-Pfad:

ein Grubenhaus rekonstruiert

und öffentlich dann präsentiert,

noch gar nicht lange her.


 

So lebt er denn von Tag zu Tag,

macht Dinge, die er gerne mag,

das Alter läuft so nebenbei,

ich glaub, es ist ihm einerlei.

Es fällt ihm gar nicht schwer.

Okt. 2013